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Barrierefreiheit auf Webseiten: Wie Du Deine Website optimieren kannst
Warum ist Barrierefreiheit auf Webseiten wichtig?
Barrierefreiheit im Web ist essenziell, um allen Menschen den uneingeschränkten Zugang zu digitalen Inhalten zu ermöglichen. Besonders für Menschen mit Behinderungen sind barrierefreie Webseiten von großer Bedeutung. Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) leben weltweit rund 15 % der Menschen mit einer Behinderung. Wenn Deine Website nicht barrierefrei ist, schließt Du potenziell eine große Anzahl von Nutzer:innen aus.
Barrierefreiheit ist jedoch nicht nur eine ethische oder soziale Verantwortung, sondern bietet auch wirtschaftliche Vorteile. Eine inklusive Website erreicht eine breitere Zielgruppe, verbessert das Nutzer:innenerlebnis für alle und kann sogar positive Auswirkungen auf das SEO-Ranking haben.
Was bedeutet Barrierefreiheit im Web?
Barrierefreiheit (engl. "Accessibility") bedeutet, dass eine Webseite von allen Menschen uneingeschränkt genutzt werden kann – unabhängig von individuellen Einschränkungen. Dabei geht es um:
Sehbehinderungen
Menschen mit Sehbehinderungen oder Blindheit nutzen Screenreader oder Vergrößerungssoftware.
Hörbehinderungen
Menschen mit Gehörverlust benötigen Untertitel oder Transkriptionen für Audioinhalte.
Motorische Einschränkungen
Menschen mit eingeschränkter Mobilität können oft keine Maus nutzen und navigieren per Tastatur oder Sprachsteuerung.
Kognitive Beeinträchtigungen
Menschen mit Lernschwierigkeiten oder neurologischen Erkrankungen profitieren von klar strukturierten und leicht verständlichen Inhalten.
Vorteile barrierefreier Webseiten
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Erweiterte Zielgruppe: Eine barrierefreie Website ermöglicht es mehr Menschen, Deine Inhalte zu nutzen.
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Verbessertes SEO: Suchmaschinen bevorzugen Websites mit guter Struktur, alternativem Text für Bilder und semantisch korrektem HTML.
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Bessere Benutzer:innen-Erfahrung: Eine klare und intuitive Navigation kommt allen Nutzer:innen zugute.
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Rechtliche Konformität: Viele Länder haben gesetzliche Vorschriften zur digitalen Barrierefreiheit, wie z. B. die EU-Richtlinie zur Barrierefreiheit von Websites öffentlicher Stellen (EU-Richtlinie 2016/2102).
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Positive Markenwahrnehmung: Unternehmen, die auf Inklusion setzen, hinterlassen einen positiven Eindruck und erhöhen das Vertrauen der Nutzer:innen.
Richtlinien für barrierefreie Webseiten
1. WCAG 2.1 als Grundlage
Die Web Content Accessibility Guidelines (WCAG) sind der internationale Standard für Barrierefreiheit. Sie basieren auf vier Prinzipien:
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Wahrnehmbar: Inhalte müssen von allen Nutzer:innen erfasst werden können.
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Bedienbar: Alle Funktionen müssen mit verschiedenen Eingabemethoden nutzbar sein.
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Verständlich: Inhalte und Navigation sollten einfach und intuitiv sein.
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Robust: Die Webseite sollte mit verschiedenen Technologien kompatibel sein.
2. Technische Maßnahmen zur Barrierefreiheit
Alternativtexte für Bilder
Jedes Bild sollte einen Alt-Text enthalten, der den Inhalt beschreibt. Dies hilft Screenreadern, blinden oder sehbehinderten Nutzer:innen die Bedeutung des Bildes zu vermitteln.
Tastaturfreundliche Navigation
Die gesamte Website sollte ohne Maus bedienbar sein. Das bedeutet, dass alle interaktiven Elemente wie Links, Formulare oder Menüs per Tabulator-Taste erreichbar sein müssen.
Untertitel und Transkriptionen
Videos sollten mit Untertiteln oder einer Textalternative versehen sein, um gehörlosen Menschen den Zugang zu erleichtern.
Kontrastreiche Farbgestaltung
Die Farbgestaltung muss ausreichend Kontrast bieten. Ein guter Kontrastwert erleichtert Menschen mit Sehschwächen die Lesbarkeit. Die WCAG empfiehlt ein Kontrastverhältnis von mindestens 4,5:1 für normalen Text und 3:1 für große Schrift.
Verzicht auf komplexe Animationen
Stark blinkende oder schnell wechselnde Animationen können für Menschen mit Epilepsie oder kognitiven Einschränkungen problematisch sein. Solche Elemente sollten vermieden oder optional deaktivierbar sein.
Leichte Sprache und klare Struktur
Eine klare Sprache, kurze Sätze und gut strukturierte Inhalte erleichtern das Verständnis für Menschen mit kognitiven Einschränkungen oder geringer Lesekompetenz.
Tools zur Prüfung der Barrierefreiheit
Um die Barrierefreiheit einer Website zu testen, gibt es zahlreiche kostenlose und kostenpflichtige Tools:
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Google Lighthouse: Analysiert Websites auf Barrierefreiheit und SEO-Faktoren.
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WAVE Web Accessibility Evaluation Tool: Browser-Plugin zur Analyse der Barrierefreiheit.
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axe Accessibility Checker: Ein Entwickler-Tool zur Prüfung von Webstandards.
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Contrast Checker: Prüft das Farbkontrastverhältnis.
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NVDA (NonVisual Desktop Access): Kostenloser Screenreader zur Simulation der Nutzung durch blinde Menschen.
Rechtliche Anforderungen und Gesetze
Barrierefreiheit ist nicht nur eine Empfehlung, sondern in vielen Fällen gesetzlich vorgeschrieben. Wichtige Regularien sind:
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EU-Richtlinie 2016/2102: Verpflichtet öffentliche Einrichtungen zur digitalen Barrierefreiheit.
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Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG): Gilt ab 2025 auch für private Unternehmen in der EU.
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Americans with Disabilities Act (ADA): US-amerikanisches Gesetz zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen.
Unternehmen, die diese Anforderungen nicht erfüllen, riskieren rechtliche Konsequenzen sowie den Ausschluss einer wichtigen Zielgruppe.
Fazit: Barrierefreiheit ist ein Muss!
Barrierefreiheit im Web ist keine Option, sondern eine Notwendigkeit. Sie verbessert das Nutzer:innenerlebnis, steigert die Reichweite, stärkt das Markenimage und hilft Unternehmen, gesetzliche Anforderungen zu erfüllen. Mit einer Kombination aus technischen Anpassungen, klarem Design und präzisen Inhalten kann eine Website für alle Menschen zugänglich gemacht werden.
Nutze die genannten Tipps und Tools, um Deine Website barrierefrei zu gestalten – denn digitale Inklusion ist ein Gewinn für alle!
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Barrierefreiheit für Deine Webseite
Es gibt verschiedene kostenlose Tools zur Analyse der Barrierefreiheit, darunter:
- Google Lighthouse (SEO- und Barrierefreiheits-Check)
- WAVE Web Accessibility Evaluation Tool (Browser-Plugin zur Analyse)
- axe Accessibility Checker (Entwickler-Tool für Webstandards)
- Contrast Checker (Prüft die Lesbarkeit von Farben)
- NVDA (NonVisual Desktop Access) (Screenreader-Test für blinde Nutzer:innen)
Mit diesen Tools kannst Du Deine Website überprüfen und gezielt Verbesserungen vornehmen.
